Die neusten Spuren


Adelbert Buttler
Der SS-Obersturmführer und Kompanieführer im Polizei-Bataillon 315 in der Ukraine 1942/43 aus Neumünster machte später beim BKA Karriere.

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Alois Mainka
Das frühe Mitglied der NSDAP ("Alter Kämpfer") und spätere Stadtverordnete hat sich bei der sogenannten Arisierung tüchtig bereichert.

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Arnold Harms
Der Gastwirt Harms kandidierte 1933 für die Liste "Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitler-Bewegung)". Später wurde er SS-Sturmbannführer.

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Boostedter Friedhof
Am 21.10.43 macht der Oberbürgermeister in einem Schreiben an das Heeresstandortkommando darauf aufmerksam, dass neben dem Boostedter Gemeindefriedhof ein spezieller Friedhof für Ukrainer, Sowjetrussen und Polen eingerichtet wird.

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Boostedter Straße 30
Die Justiz und Polizei dienten im Nationalsozialismus als Erfüllungsgehilfen des Systems. Zwischen Boostedter Straße und Haart lag das Polizeigefängnis, das dem Polizeichef von Neumünster, SS-Mann Hinrich Möller, unterstand.

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Bruno Stamer
Bruno Stamer gehörte zu den einflussreichsten Nationalsozialisten in Schleswig-Holstein, war übergangsweise Kreisleiter in Neumünster und hat seine Stimme zum Ermächtigungsgesetz gegeben.

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Das Rathaus
Im Alten Rathaus von Neumünster erfolgte 1933 die Machtübernahme, das Rathaus wurde zu einem Ort der staatlichen Willkür. Unter dem Jubel vieler Neumünsteraner zog die "braune Rathausfront" mit Pauken und Trompeten ins Rathaus ein.

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Der Gänsemarkt
Politisch motivierte Unruhen führten zu einer Radikalisierung des politischen Klimas in der Stadt. Nach der Machtübernahme benannten die Nationalsozialisten den Gänsemarkt in "Martin-Martens-Platz" um.

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Die Holstenstraße
Während der Reichspogromnacht sollen nach Augenzeugenberichten zahlreiche Juden mit Schildern um den Hals durch die Holstenstraße getrieben worden sein.

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Dr. Arnold Braasch
Der Neumünsteraner Chemiker Arnold Braasch erfand 1937 die Nährhefe, die heutzutage von Liebhabern veganer Brotaufstriche benötigt wird, und betrieb eine Hefe- und Schnapsfabrik. Braasch verfolgte aber auch noch eine ganz andere Karriere, nämlich die als Hauptsturmführer bei der SS.

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Dr. med. Edgar Berendson
Der SS-Arzt Berendson beteiligte sich an grausamsten Verbrechen durch die rassenpolitische Selektion der sog. Einwandererzentralstelle (EWZ) und betrieb nach dem Krieg weiter eine Arztpraxis in der Anscharstraße, als wäre nichts gewesen.

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Prof. Dr. med. h.c. Hans Peter Hinselmann
Der in Neumünster als Sohn eines Braumeisters geborene Arzt Hinselmann gilt als Erfinder der "Kolposkopie" (Gebärmutterhalsspiegelung). Als überzeugter Nationalsozialist (Eintritt 1933) nahm er an Menschenversuchen im KZ Auschwitz teil, unter seiner Verantwortung wurden nachweislich mindestens acht Sinti auf Anweisung der Gestapo sterilisiert.

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Dr. med. Hans Köhler
Der Frauenarzt mit dem rassistischen Geist des Herrenmenschentums war strammer Parteigenosse und führte in seiner Privatklinik in der Luisenstraße 12 Zwangssterilisationen durch. Erst seit 2011 können sich Opfer solcher Zwangssterilisationen vom Staat entschädigen lassen.

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Dr. med. Hermann Kiesewetter alias Hermann Kühnl
Ehemaligen Häftlingen ist Kiesewetter im Konzentrationslager Mauthausen als einer der grausamsten SS-Ärzte in Erinnerung geblieben, der im zumeist angetrunkenen Zustand Zergliederungen an lebenden Menschen vornahm. Der "Untergetauchte" betrieb 34 Jahre lang unbehelligt eine Praxis in der Parkstraße 22 unter dem Namen "Dr. Hermann Kühnl".

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Dr. Karl Schlabow
Der Gründer des Neumünsteraner Textilmuseums war SS-Unterscharführer und Mitglied der Forschungsgemeinschaft "Das Ahnenerbe" der Schutzstaffel. Der enge Mitarbeiter von Herbert Jankuhn erhielt 1977 die Caspar-von-Saldern-Verdienstmedaille der Stadt Neumünster.

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Dr. med. Johannes Krey
Der angesehene Nervenarzt, der sich kurz nach dem Krieg in Neumünster in der Brachenfelder Straße 8 niedergelassen hatte, war niemand anderes als der überzeugte Nationalsozialist und leitende Oberarzt der "Kinderfachabteilung" der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Schleswig/Stadtfeld ("Der Hesterberg") in den Monaten April bis Dezember 1942, der persönliche Verantwortung trug für die dort in diesem Zeitraum "verstorbenen" 40 Kinder.

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Dr. med. Wilhelm Hammer
Der in der NS-Zeit zuletzt mit dem höchsten Dienstgrad "Generalarzt" bekleidete Dr. Hammer wusste von den Verbrechen im KZ Sajmište im heutigen Serbien. Bis zum 09.05.45, also bis zum letzten Tag in Nazideutschland, blieb Hammer Armeearzt. Nach seiner 2-jährigen Internierung ließ sich Hammer als praktischer Arzt in der Villa Sager (Carlstraße) nieder, 1955 dann in der Sauerbruchstraße.

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Eberhard von Mackensen
Der Oberbefehlshaber der 14. Armee in Italien wurde wegen des Massakers in den Ardeatinischen Höhlen mit 335 Toten zum Tode verurteilt, später begnadigt, am Ende bekam er 21 Jahre Zuchthaus, die er aber nicht absitzen musste. Mackensen ließ sich erst bei Nortorf nieder und starb dann schließlich 1969 in Neumünster.

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Eduard Müller, "Lübecker Märtyrer"
Der katholische Priester, der lange Zeit in Neumünster tätig war, wurde im Juni 1942 von der Gestapo verhaftet, da er die Predigttexte des Bischofs Graf von Galen verbreitet hatte. Am 10.11.1943 wurde er in Hamburg hingerichtet.

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Egon Salomon Minden
Herr Gerhard Scheurich hat viele Jahre den Leidensweg des Neumünsteraner Juden Egon Salomon Minden (1904 - verschollen) von seiner Flucht bis zu seinem Tod erforscht und darüber ein Buch geschrieben.

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Einfelder Friedhof
Beim sog. "Todesmarsch" am 24. April verließen 400 Gefangene Neuengamme und wurden über Bergedorf, Hamburg, Neumünster nach Kiel gebracht. Laut Todesliste, die vom Internationalen Suchdienst geführt wird, starben auf diesem Marsch 9 Menschen in Neumünster und wurden dort beigesetzt. Einer starb in Einfeld und wurde auf dem Einfelder Friedhof beigesetzt.

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Electroacustic G.m.b.H (ELAC)
Die ELAC als zweitgrößter Rüstungsbetrieb in Neumünster mit dem Standort Goethestraße beschäftigte 1944 sage und schreibe 939 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Auch über Denunziation gelangten diese zum Betrieb. Bei den Bombenabwürfen 1944 kamen etliche von ihnen in den Betriebslagern ums Leben.

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Ernst Biberstein alias Ernst Szymanowski
Der Massenmörder und Chef des Einsatzkommandos 6 der Einsatzgruppe C in Rostow, Russland, der für die Ermordung von 2000 bis 3000 überwiegend jüdischen Menschen eigentlich zum Tode verurteilt war, arbeitete in den 50er Jahren in der Kirchenverwaltung in Neumünster und starb auch dort.

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Fabrikstraße 32
Während auf der großen Maikundgebung - von Hitler zum "nationalen Tag der Arbeit" erklärt - keine Anzeichen von Spannungen zwischen NSDAP und Gewerkschaften bestanden, erstürmten am 2. Mai 1933 SA und Hilfspolizei das Gewerkschaftshaus in der Fabrikstraße 32. Sämtliches Vermögen wurde beschlagnahmt und Gewerkschaftsfunktionäre in Schutzhaft genommen.

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Frederick Geussenhainer
Am Großflecken 17 liegt ein Stolperstein für Frederick Geussenhainer, Jahrgang 1912, verhaftet 1943, ermordet im KZ Mauthausen 1945.

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Friedrich-Georg Brinkmann
Vom arbeitslosen Drogisten zum NSDAP-Stadtrat und Polizeichef von Neumünster, der politische Gegner im Ort unterdrückte und verfolgte, zum frisch entnazifizierten FDP-Mitglied nach dem Krieg und Mitglied des niedersächsischen Landtags.

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Großflecken 43
An der Ecke Großflecken/Fürsthof, wo sich heute eine Bäckerei befindet, befand sich zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts das Lokal "Hofbräu München". Am 01.03.1925 erfolgte dort die Gründungsveranstaltung der NSDAP Schleswig-Holstein.

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Großflecken 51
Das Etablissement Tonhalle, damals Großflecken 51, war am 20. Oktober 1874 unter dem Namen "Zum Deutschen Kaiser" eröffnet worden und war in der NS-Zeit und auch bereits davor Veranstaltungsort für allerlei braunen Mummenschanz.

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Haart 38
Im Mai 1940 führte die hiesige Gendarmerie eine Razzia in Neumünster durch mit dem Ziel, alle Sinti und Roma, die es zu der Zeit gab, zusammenzutreiben und zu deportieren. Man brachte ca. 40 Sinti zunächst ins Lokal „Captain Cook“ (das früher „Perle“ hieß) im Haart 38.

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Haart 224 (Köstersche Fabrik)
Am Haart 224 in Neumünster geht es heutzutage bunt und vielfältig zu, denn dort trifft sich die selbstverwaltete Theatergruppe "statt-Theater". In den äußerlich unveränderten Räumen der alten Kösterschen Lederfabrik war das jedoch nicht immer so. Im Herbst 1945 waren hier 10.600 Nazis inhaftiert, in der NS-Zeit Zwangsarbeiter*innen beschäftigt.

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Hanne und Karla Bernhard-Rath
Die beiden jüdischen Schwestern wurden 1923 bzw. 1925 in Neumünster geboren. Beide wurden durch Emigration nach England gerettet, sind allerdings Opfer der sog. Kindertransporte.

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Hans Bithorn
Bithorn war Strafanstaltsdirektor des Zentralgefängnisses Neumünster. Wegen schwerer Misshandlung mit tötlichem Ausgang an den Kommunistenführern Timm und Heuck wird er 1947 zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt.

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Hans Christian Hingst
Wie der kleine Anwaltsbürovorsteher aus Schmalstede zunächst Kreisleiter der NSDAP Neumünster, dann zum Organisator der Judenvernichtung in Wilna und nach dem Krieg zum Vertreter für Kühlschränke wurde.

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Hans-Karl Schlör
Der SS-Obersturmführer und Leiter des 3./SS-Polizei-Regiments 15 ist für ein Blutbad im italienischen Traves am 06.01.1944 verantwortlich. Nach dem Krieg war Schlör Hauptkommissar und stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Neumünster.

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Heinrich Schnurbusch
Kommissarischer Kreisleiter der NSDAP in Neumünster vom 16.7.1941 bis 31.8.1944, der angetrunken seinen Mitarbeiterinnen zu nahe kam.

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Helena Garbicz
Helena Garbicz wurde im März 1943 zur Zwangsarbeit in Neumünster deportiert. In der Munitionsfabrik von Sörensen & Köster (Hauptstraße in Brachenfeld) musste sie schwer arbeiten. Untergebracht war sie unter miserablen hygienischen Zuständen im Polenlager in der Wittorfer Straße 136.

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Herbert Hagen
Hagen war einer der Hauptverantwortlichen der Deportation von Juden aus Frankreich. Der Bürokrat des Tötens, dessen Geburtshaus sich in der Klosterstraße befand, wurde 1980 wegen Beihilfe zum Mord in 70.790 Fällen verurteilt.

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Hermann Plaut
Der ursprünglich aus Frankershausen stammende Hermann Plaut und seine Familie wurden kollektiv rassisch verfolgt, obwohl der Arbeiter Plaut zum Christentum konvertiert war. Er wurde nach Theresienstadt deportiert, überlebte die NS-Zeit und kehrte nach Neumünster zurück, wo er 1992 starb.

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Holstenstraße 25
Carl-Sager-Haus: In dem ehemaligen Kino der 1920er Jahre befand sich die Kreisgeschäftsstelle der NSDAP.

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Johannes Otto
Otto war im Reichssicherheitshauptamt einer der Hauptverantwortlichen für die Verschleppung von Sinti und Roma in die Konzentrations- und Vernichtungslager, er war auch später an der Selektion von Häftlingen für Medizinversuche im KZ Buchenwald beteiligt. 1946 arbeitete Otto für kurze Zeit als Kriminalrat in Neumünster.

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Jugendspielplatz
Das Stadtparlament beschloss am 21.04.1933 gegen die Stimmen der SPD eine Namensänderung des Jugendspielplatzes in „Adolf-Hitler-Platz“, insgesamt gab es 4 Umbenennungen.

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Karl Horst
Karl Horst war kaufmännischer Angestellter bei der Stadtverwaltung Neumünster, bis er 1937 der SS und NSDAP beitrat und als SS-Unterscharführer fast 5 Jahre Dienst im KZ Sachsenhausen verrichtete. Nach der Befreiung durch die Sowjets wurde Horst gemäß Ukas 43 festgenommen, verurteilt und 1947 hingerichtet.

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Karl Jürs
Karl Jürs ist ein widerständiger Arbeiter aus Neumünster gewesen. An mehreren Häusern des Kuhberg hatte er Zettel mit der Aufschrift "Faschisten drohen! Helft uns, werdet Sozialdemokraten" angebracht.

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KPD-Druckerei in Neumünster-Wittorf
Auf einer Koppel zwischen Lindenstraße und Altonaer Straße fand die Polizei am 24. Juni 1933 eine "KPD-Druckerei" in einer Höhle. Sie entdeckten dort große Mengen der illegalen "Norddeutschen Zeitung" und eine Rotations-Maschine, Materialien, Farben, Papier in großen Mengen. Daraufhin wurden fünf frühere KPD-Mitglieder verhaftet.

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Klaus-Groth-Schule
Eine Bücherverbrennung hat es laut Stadtarchiv nicht in Neumünster gegeben, allerdings wurde das Oberlyzeum 1936 in einem Zeitungsartikel angeprangert, weil es Unterricht mit einem "geschichtsfälschenden, jüdisch-marxistischen Geist triefenden" Geschichtsbuch bestritt.

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Lerchenstraße
Am 24. Juli 1932 kam es in der Lerchenstraße zu gewaltsamen Ausschreitungen. Nazis aus Neumünster wollten an diesem Sonntagmorgen Flugblätter verteilen. Es kam zur Straßenschlacht mit gewalttätigen Auseinandersetzungen. In einem Sondergericht wurden z.T. hohe Haftstrafen gegen Bewohner der Lerchenstraße ausgesprochen. Den Nazis passierte nichts.

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Max Stahmer
Vor der NS-Zeit Jurist, 1933 NSDAP-Oberbürgermeister von Neumünster, nach dem Krieg wieder Jurist.

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Mittelstraße 10-14
Hier befand sich 1944 eine Genossenschaftsmeierei, in der Zwangsarbeiter beschäftigt wurden. Sie wurden vom Betriebsleiter wegen seiner Meinung nach ungenügender Arbeitsleistung bei der Schutzpolizei denunziert, einer von ihnen wurde in die Landesheilanstalt Schleswig deportiert. Auch andere Beschäftigte wurden an die Gestapo gemeldet.

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Mühlenhof 49
Das Haus Mühlenhof 49 in Neumünster war unter der Bevölkerung als "Oberstenvilla" bekannt. Erbaut um die Jahrhundertwende war das Gebäude der Wohnsitz des jeweiligen Kommandeurs des Infanterie-Regiments 163, das im Jahre 1896 aufgestellt wurde und seine Garnison in Neumünster erhielt.

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Nordfriedhof
Wer den kleinen Seiteneingang des Nordfriedhofs benutzt, stößt unweigerlich auf ein Gräberfeld der etwas anderen Art. Kleine ca. 10 cm x 5 cm große Steine mit fremdartig klingenden Namen und den Zusätzen "Ostarbeiterkind", "Polenkind" u.ä. legen Zeugnis ab von dem hohen Anteil ausländischer Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, die in Neumünster arbeiten mussten und starben.

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P. Otto Wittko
Die Firma P. Otto Wittko war eine Altmaterialhandlung in der Viktoriastraße 3. Die Firma beschäftigte im Krieg ZwangsarbeiterInnen. 1943 unterstützte der Chef Härte gegen deren "Aufsässigkeiten".

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Paul Fechner
Paul Fechner aus Otteraue / Bromberg / Polen lebte mit Frau Alice, Tochter Irene und Sohn Hans am Hansaring 3 und war Diplom-Handelslehrer. Er wurde von den Nazis schikaniert und in den Ruhestand versetzt.

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Polizeibataillon 106
Das Polizeibataillon 106 wurde 1939 in Neumünster und Kiel aufgestellt und war in der Mot. Gendarmerie-Kaserne an der Kreuzung Altonaer Straße/Holsatenring untergebracht (heute Möbelhaus am Ring). Es war an Judenerschießungen in Polen beteiligt.

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Rena Guggenheim, geb. Schohl
"Wagst du als Jüdin es immer noch, deine Hand zum deutschen Gruß zu erheben!" Rena (eigentlich Renate) wurde 1923 in Pirmasens geboren. Nach Neumünster kam sie im Alter von 4 Jahren, als ihr Vater Karl Schohl Fabrikdirektor der Lederfabrik Wiese in der Rendsburger Straße 100 wurde.

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Rosa Preminger
geboren 28. 01. 1896 in Kolomea/Galizien; heute Ukraine
ermordet im Juni 1942 in Sobibor/Vernichtungslager im damals besetzten Polen
Stolperstein Wasbeker Straße 97

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Selig Bleiweiss
Der jüdische Mitbürger, genannt "Sammy", wurde am 19.06.1898 in Neumünster geboren, seine Eltern führten eine Möbelhandlung. Er wurde am 11.07.1942 mit seiner Familie nach Auschwitz deportiert, wo sie unmittelbar nach ihrer Ankunft in den Gaskammern ermordet wurden.

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Stanislaw Rutkowski
Stanislaw Rutkowski wird im September 1944 zur Zwangsarbeit nach Neumünster verschleppt und muss bei der Reichsbahn arbeiten, die im Ausbesserungswerk kriegsrelevante Produkte hergestellt haben. Den Ostarbeiterinnen und Ostarbeitern waren die relativ sicheren Luftschutzbunker verwehrt. Ein Amtmann der Bahn beschwert sich noch Anfang 1945 über „mangelnde Kontrolle und Überwachung der ausländischen Arbeiter“.

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Störgarten
Am Ausflugslokal "Störgarten" (heute Getränkemarkt Hoffmann in der Segeberger Str. 46C) fand 1955 das "Nordmarktreffen" der "Entnazifizierungsgeschädigten", d.h. der Altnazis und Kriegsverbrecher statt. Vielleicht hatte sich der Club 88 deshalb dort angesiedelt?

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Südfriedhof
In den Jahren 1942/43 wurde auf dem Friedhof in der Plöner Straße ein neues Grabfeld eingerichtet:
1. der Ehrenhof
2. das Soldatengräberfeld
3. das Feld für zivile Todesopfer

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Walter Schloßmann
Walter Schloßmann war ein jüdischer Jurist und Amtsgerichtsrat aus Neumünster. Gesichert ist seine Entlassung als Richter nicht, aber nach Beamtengesetz sehr wahrscheinlich. Sein Sohn Peter konnte Abitur an der Holstenschule machen, fiel aber 1941 vor Moskau.

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Wäscherei Schwartz
Am Kleinflecken 32 betrieb der Kaufmann Wilhelm Schwartz 1936 eine Großwäscherei, in der im Krieg ZwangsarbeiterInnen beschäftigt wurden. Wäscherei Nietmann am Brunnenkamp 16 klagte gegen eine Ostarbeiterin, woraufhin ihr Arreststrafe angedroht wurde.

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Wilhelm Erbt
Erbt war ein antisemitischer Theologe und Lehrer, der 26 Jahre an der Klaus-Groth-Schule unterrichtet hat und zahlreiche antijüdische Bücher geschrieben hat (z.B. "Weltgeschichte auf rassischer Grundlage"), viele davon im Wachholtz-Verlag.

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Willi Sonnberg
Willi Sonnberg war Polizeiobermeister und lebte in der Feldstraße 40. Er gehörte vermutlich zu den wenigen SPD-nahen Polizisten, wurde am 17.04.1933 im Rahmen des "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" beurlaubt und später gekündigt.

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